Die Geburtshilfe des LK Hollabrunn freut sich über die erfolgreiche Re-Zertifizierung „Babyfriendly Hospital“

Primarius Anzböck und STL Hebamme Eckhardt

HOLLABRUNN – Schon zum dritten Mal erhielt die Geburtenabteilung des Landesklinikums Hollabrunn die Auszeichnung „Babyfriendly Hospital“. Die erfolgreiche Re-Zertifzierung wurde am 9. November 2022 bestätigt.

An der Geburtenabteilung des Landesklinikums Hollabrunn wird allen werdenden Müttern eine entspannte, familiäre Atmosphäre geboten, ohne auf modernsten, medizinischen Standard zu verzichten. Besonderes Augenmerk legt das geburtshilfliche Team auf die Förderung des Stillens. Daher erfolgte eine Überarbeitung aller Stillrichtlinien nach den neuesten, wissenschaftlichen Erkenntnissen. Das gesamte Personal der Abteilung (Ärztinnen und Ärzte, Hebammen und dipl. Kinderpflegerinnen) wurde im Hinblick auf Stillförderung erneut geschult.

Die erfolgreiche Re-Zertifizierung des von WHO und UNICEF verliehenem, internationalen Zertifikats „Babyfriendly Hospital“ honorierte diese Bemühungen. Dabei handelt es sich um ein Best-Practice-Modell zur optimalen Stillunterstützung und –förderung.

Stationsleitende Hebamme Ursula Eckhardt, MSc, über die Vorteile des Stillens: „Mütter unterstützen die Immunabwehr ihres Babys durch Muttermilch. Es ist bewiesen, dass bei gestillten Kindern Mittelohrentzündungen, Erkrankungen der Atemwege und des Verdauungstraktes sowie Allergien seltener auftreten. Überdies wird eine gute Entwicklung des Kiefers, der Zähne und der Sprache gefördert.“

Stillen fördert auch die Mutter-Kind-Bindung und ist damit für die seelische Entwicklung der Babys von großer Bedeutung. Muttermilch enthält alle notwendigen Nährstoffe (Eiweiß, Fett, Kohlenhydrate, Mineralstoffe, Vitamine, Flüssigkeit und Antikörper) in idealer Zusammensetzung. Ziel der Initiative ist die Förderung des ausschließlichen Stillens während der ersten fünf bis sechs Lebensmonate des Babys.

Primarius Dr. Karl Anzböck betont: „Stillen reduziert das Risiko der Mutter an Brustkrebs, Eierstockkrebs, Osteoporose und Diabetes zu erkranken und ist die natürliche Fortsetzung von Schwangerschaft und Geburt. Unmittelbar nach der Geburt ermöglichen wir den Müttern ungestörte Kuschelzeit um ihr Baby kennen zu lernen. Auch im OP, nach Kaiserschnittentbindungen in Spinalanästhesie, wird der wichtige Beziehungsaufbau nicht gestört und das Baby bleibt in vollem Hautkontakt mit seiner Mutter. Innerhalb der ersten Stunde kann die Mutter mit dem Stillen beginnen und erhält dabei beste Unterstützung durch unsere Hebammen und Kinderpflegerinnen.“

Ärztinnen und Ärzte, Hebammen und dipl. Kinderpflegerinnen gehen individuell auf die Wünsche und Bedürfnisse der Frauen während Schwangerschaft, Geburt und Wochenbettphase ein und stehen stets mit ihrem fachlichen Know-How zur Verfügung. Schon in der Schwangerschaft werden alle Frauen ausführlich über das Stillen informiert. Während des Aufenthaltes auf der Wochenbettstation werden alle Mütter so angeleitet und beraten, dass sie sich zu Hause sicher im Umgang mit ihrem Baby fühlen können. Ein engmaschiges Netz an nachbetreuenden Hebammen stellt eine weitere kompetente Unterstützung zu Hause sicher.


BILDTEXT
v.l.n.r. Primarius Dr. Karl Anzböck mit STL Hebamme Ursula Eckhardt, MSc

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