„Unser besonderer Dank gilt den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Geburtshilfe für ihr großartiges Engagement, ihre Menschlichkeit und fachliche Kompetenz. Sie haben über viele Jahre hinweg unzählige Familien begleitet und geprägt“, bedankt sich die Klinikleitung beim Team der Geburtshilfe am Landesklinikum Hollabrunn. Mit 1. Juli 2025 werden am Standort Hollabrunn keine Geburten mehr durchgeführt. Gynäkologische Leistungen bleiben aber weiterhin erhalten – tages- bzw. wochenklinische Eingriffe wie etwa Curettagen oder Gebärmutterspiegelungen werden auch künftig angeboten.
Die Entscheidung zur Bündelung der geburtshilflichen Versorgung basiert auf strukturellen Überlegungen im Rahmen des Gesundheitsplans 2040+. Ziel ist es, durch die Bündelung von Leistungen in größeren Einheiten eine bestmögliche medizinische Versorgung sicherzustellen – sowohl was fachärztliche Betreuung als auch neonatologische Präsenz betrifft. Insbesondere mit Blick auf zunehmende Risikoschwangerschaften und das steigende Gebäralter bedarf es spezialisierter und engmaschiger Betreuung, wie sie an gebündelten Standorten langfristig gewährleistet werden kann.
Am Landesklinikum Hollabrunn steht zudem ein personeller Generationenwechsel bevor: Der langjährige Leiter der Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe, Primarius Dr. Karl Anzböck, tritt mit Jahresende 2025 in den Ruhestand. Aufgrund geplanter Abwesenheiten ab Juli 2025 erfolgte die Verlagerung der Leistungen proaktiv bereits zur Jahresmitte.
Ein starkes Gesundheitssystem braucht jede Einzelne bzw. jeden Einzelnen, deshalb konnten bei allen Versetzungen die Wünsche der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Geburtshilfe berücksichtigt werden. Die meisten wechselten wunschgemäß in das Landesklinikum Korneuburg-Stockerau, weitere wurden an die Standorte Horn, Mistelbach und Tulln übernommen.
Durch diese gut geplante Umstrukturierung und die wertschätzende Einbindung aller Beteiligten bleibt auch in Zukunft sichergestellt, dass Patientinnen weiterhin auf höchstem Niveau betreut werden. Die Nachnutzung der frei gewordenen Räumlichkeiten am Standort Hollabrunn ist derzeit in Planung.
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